Die Plötzkauer Kirche
"Sankt Georg"

Unsere Kirchgemeinde

Kirchengeschichte

Etwas über die Geschichte unserer Sankt-Georgskirche

 

"Im XI. Jahrhundert hat wahrscheinlich in Plötzkau, vielleicht in der Burg, eine Kapelle bestanden, da die Grafen von Plötzkau, die das große Kloster in Hecklingen erbauten, doch auch für ihre Stammburg ein Gotteshaus aufgeführt haben werden. Die früheste Erwähnung geschieht 1228, wo ein Vicarius Widego genannt wird....  Es kann also die 1295 erwähnte Pfarre zu Plezek, welche zu dieser Zeit von den unter Gernröder Abtei stehenden Waldau losgelöst wurde, nicht unser Plötzkau sein, sondern die Wüstung Plesege."

In einem Artikel zu Plötzkau und Großwirschleben heißt es:

"Die hiesige St. Georgs-Kirche ist wohl eine der ältesten im Lande, denn ihr Name wird schon unter Markgraf Gero (937/65) genannt, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein Teil der jetzigen Kirche, nämlich die Grundmauern des Längsschiffes so wie der untere Teil des Turmes bis in seine Zeit zurückreichen."

Einst im romanischen Stil auf einem Felsenrücken errichtet, wandelte sich ihr Aussehen im Laufe der Zeiten. Bis Mitte des vorigen Jahrhunderts befand sich ein kleiner spitzer Turm über der Fürstengruft im Altarraum und ein gedrungener, wehrturmähnlicher an der Stelle, wo heute auf dem alten Sockel der jetzige Turm steht.

Bis in die Hälfte des XVI. Jahrhunderts war die Kirche katholisch. Nach dem Tode der Fürstin von Anhalt im Jahre 1530, bekannte sich ihr Sohn, ein Freund  Dr. Martin Luthers, zum evangelischen Glauben und war unter anderem nun auch der Fürst  von Plötzkau und  einiger anderer Ländereien.

(Chronist Ferdinand Siebigk)